Mitgehen, hinsehen, besser machen
Fußverkehrs-Check NRW

(ZNM | Smilla Dankert)
Die Stadt- und Verkehrsplanung der letzten Jahrzehnte war klar autozentriert, Fußgänger*innen wurde nicht viel Platz eingeräumt. Als Resultat gibt es kaum einladende Fußwege und Aufenthaltsmöglichkeiten. Dabei ist Gehen die natürlichste und nachhaltigste Art der Fortbewegung. Fußgängerfreundliche Wege und Plätze erhöhen die Aufenthalts- und Lebensqualität in Kommunen deutlich. Hier setzt unser Fußverkehrs-Check NRW an.
Was ist der Fußverkehrs-Check NRW?
Gemeinsam losgehen, gemeinsam verstehen
Der Fußverkehrs-Check hilft Kommunen dabei, zu erkennen, wie gut Wege zu Fuß funktionieren – und wo Verbesserungen nötig sind. Das Besondere: Alle machen mit. Verwaltung, Politik, Anwohnende und unterschiedliche Zielgruppen schauen sich ausgewählte Routen gemeinsam an. So entsteht ein echter Perspektivwechsel:
- Wo fühlt sich der Weg eng an?
- Wo fehlen Querungsmöglichkeiten?
- Wo wäre mehr Grün oder ein Sitzplatz sinnvoll?
So laufen die Fußverkehrs-Checks ab
Die Begehungen auf zuvor abgestimmten Routen sind das Kernstück der Fußverkehrs-Checks.
Sie schaffen ein gemeinsames Verständnis und führen zu konkreten Ideen für eine bessere Fußverkehrsförderung.
Wie das genau abläuft, haben wir in Leverkusen mit der Kamera festgehalten.
Das sagen ehemalige Teilnehmende
Unser Film zeigt anschaulich, wie Maßnahmen vor Ort wirken – und warum sich der Schritt von der Planung in die Umsetzung lohnt. Zugleich wird deutlich, weshalb kontinuierliches Dranbleiben entscheidend für nachhaltige Veränderungen ist.
FAQ
Darum ist der Fußverkehrs‑Check so wertvoll
- Beteiligung auf Augenhöhe – Menschen, die täglich vor Ort unterwegs sind, teilen ihre Erfahrungen.
- Klar sichtbare Probleme – Hindernisse werden unmittelbar erlebt.
- Schnelle Erkenntnisse – Die Ergebnisse fließen direkt in Planung und Entscheidungen ein.
- Stärkung der Beteiligungskultur – Verwaltung, Politik und Bevölkerung entwickeln Lösungen gemeinsam.
- Professionelle Begleitung für ausgewählte Kommunen
Fachbüro, Moderation & klare Empfehlungen
Jedes Jahr können sich Mitgliedskommunen beim landesweiten Wettbewerb bewerben. Die ausgewählten Städte, Gemeinden und Kreise erhalten:
- Moderation durch ein erfahrenes Planungsbüro
- Begleitung von der ersten Idee bis zur Auswertung
- eine übersichtliche Dokumentation
- konkrete Handlungsempfehlungen
- Beratung zu möglichen Fördermitteln
Die Kosten übernimmt das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein Westfalen.
So läuft ein Fußverkehrs Check ab
Der Ablauf ist klar strukturiert, erprobt und gleichzeitig offen für individuelle Schwerpunkte:
- Vorbereitung & Routenwahl
- Auftaktworkshop
- Zwei Begehungen in ausgewählten Quartieren
- Abschlussveranstaltung vor Ort
- Erstellung des Abschlussberichts
- Vorstellung der Ergebnisse im politischen Ausschuss
- Nachbereitung
Alle Schritte finden gemeinsam mit der Öffentlichkeit statt.
Für wen ist der Fußverkehrs Check geeignet?
Der Fußverkehrs Check richtet sich an alle Mitgliedskommunen im Zukunftsnetz Mobilität NRW – egal, ob sie erst ins Thema einsteigen oder bestehende Maßnahmen vertiefen möchten.
Jedes Jahr wählt die gemeinsame Jury des Zukunftsnetz Mobilität NRW und Landesverkehrsministerium landesweit zwölf Städte, Kreise und Gemeinden aus.
Wo finden die Begehungen statt?
Das entscheidet die Kommune selbst. Gut geeignet sind Bereiche, in denen Fußwege eine wichtige Rolle spielen – etwa:
- Ortsteilzentren
- Schulwege
- Wohnquartiere
- Verbindungswege zu Haltestellen
- Bereiche mit Konflikten oder Barrieren
Unsere Rückblicke liefern viele Beispiele aus der Praxis.
Wer sollte teilnehmen?
Ein guter Mix sorgt für ein vollständiges Bild. Dazu gehören:
- Menschen aller Generationen
- mobilitätseingeschränkte Personen
- Anwohnende
- Aktive aus Initiativen oder Vereinen
- Politik (z. B. Vertreter des Ausschusses, verkehrspolitische Sprecher*innen)
- Verwaltung (z.B. Planungsamt, Tiefbauamt, Ordnungsamt, Bauhof, Schul- und Sozialamt)
Blick in die Praxis: Ergebnisse & Erfahrungen
Die Fußverkehrs‑Checks 2019–2022 wurden umfassend evaluiert. Die Ergebnisse zeigen: Kommunen, die aktiv mit Beteiligung arbeiten, erzielen nachhaltigere Verbesserungen und stärkere Akzeptanz in der Bevölkerung.
Alle Jahresberichte und Durchgänge finden Sie in unseren Rückblicken – inklusive Überblickskarte.
Alle abgeschlossenen Fußverkehrs-Checks im Überblick
Jedes Jahr nehmen andere Kommunen an unseren Fußverkehrs-Checks teil - alle Informationen zu den einzelnen Durchgängen und die Jahresberichte finden Sie in den Jahresrückblicken.
Für einen schnellen Überblick zu den einzelnen Kommunen: einfach auf die Markierungen klicken.
Motivation und Ziele
Projektbausteine
Anwendungsbeispiele / Aktionen
Projektträger
Kontakt
Katja Naefe
Beratung im Rheinland
(0221) 20808 731
katja.naefe@gorheinland.comMareike Jansen
Beratung im Rheinland
(0221) 20808 737
mareike.jansen@gorheinland.comUlrich Hornig
Beratung in Rhein-Ruhr
(0209) 1584 171
hornig@vrr.deThomas Nienhaus
Beratung in Westfalen-Lippe
(0160) 6185772
t.nienhaus@nwl-info.deFlorian Bunse
Beratung in Westfalen-Lippe
(0151) 5148 2807
f.bunse@nwl-info.deNews
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Rückblick
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Unser Podcast zum Thema