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Sicher unterwegs – auch mit Gehhilfe

Rollatortrainings

Unebenheiten, enge Einstiege oder wackelige Busfahrten gehören für viele Menschen zum Alltag. Für Nutzerinnen und Nutzer von Rollatoren können solche Situationen jedoch zu echten Gefahren werden. Rollatortrainings schaffen hier Abhilfe: Sie geben Sicherheit, bauen Ängste ab und stärken die Selbstständigkeit im öffentlichen Verkehr.

Ängste abbauen- Freiheit gewinnen

Gehhilfen und Rollatoren geben vielen mobilitätseingeschränkten Menschen ein Stück Freiheit und Mobilität zurück. Gleichzeitig nutzen aber gerade ältere Menschen seltener Bus oder Bahn, weil sie Unfälle befürchten oder bestimmte Abläufe nicht kennen. Rollatortrainings helfen, wieder Vertrauen zu gewinnen und Barrieren abzubauen.

Ein häufiger Grund für Stürze ist fehlendes Wissen, etwa dann, wenn der Rollator während der Fahrt als Sitz genutzt wird. Genau hier setzen die Trainings an: Sie vermitteln Technik, Sicherheit und Selbstvertrauen – und zeigen, wie man weiterhin sicher mit Bus und Bahn fährt.

Schon jetzt bieten zahlreiche Kommunen ihren Bürgerinnen und Bürgern Rollatortrainings an. Hier werden Rollatornutzerinnen und -nutzer im sicheren Umgang mit Rollatoren im Straßenraum und in Bus und Bahn geschult.

Auf einem Hindernisparcours können die Teilnehmenden unter Anleitung mit ihrem Rollator üben, Bordsteinkanten zu überwinden und unterschiedliche Untergründe zu befahren. 

Wie Kommunen Rollatortrainings erfolgreich einsetzen

Viele Kommunen integrieren die Trainings in Mobilitätstage, Inklusionsveranstaltungen oder Aktionen für Seniorinnen und Senioren. Gemeinsam entstehen so niedrigschwellige Angebote, die Rollatornutzerinnen und -nutzern praktische Sicherheit vermitteln und gleichzeitig die Öffentlichkeit sensibilisieren. Die Umsetzung gelingt besonders gut in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern wie:

  • Verkehrsunternehmen
  • Polizei und Verkehrswacht
  • Sanitätshäusern
  • Senioreneinrichtungen und -vertretungen
  • Stadtsportverbänden

Typische Inhalte eines Rollatortrainings

Die Trainings fördern nicht nur die Mobilität einzelner Menschen. Sie machen auch auf die Bedürfnisse mobilitätseingeschränkter Personen aufmerksam und tragen zu einer inklusiveren Verkehrsgestaltung bei. Typische Inhalte sind:

  • Sicheres Ein- und Aussteigen in Bus und Bahn
  • Richtiges Hinsetzen und Aufstehen
  • Verhalten bei Kurvenfahrt oder Bremsvorgängen
  • Technik-Checks am Rollator (Bremsen, Griffe, Bereifung)
  • Übungen auf einem Hindernisparcours mit Bordsteinkanten und verschiedenen Untergründen

Wie das Zukunftsnetz Mobilität NRW Kommunen unterstützt

Unser Ziel ist, Kommunen zu befähigen, dauerhaft sichere und selbstständige Mobilität für alle Generationen zu stärken. Daher begleiten wie Kommunen dabei, Rollatortrainings vor Ort zu planen und umzusetzen. Wir stellen auf Anfrage zur Verfügung:

  • praktische Hinweise für Organisation und Durchführung
  • Beispiele aus NRW-Kommunen
  • Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit
  • Empfehlungen für passende Partnerinnen und Partner