Bilder, die zeigen, wie Zukunft aussehen kann
Straßenraum-Visualisierungen
Viele Straßenräume wirken heute grau und wenig einladend für Menschen. Doch wie könnten sie aussehen, wenn mehr Platz für begrünte Aufenthalts- und Begegnungsorte, sichere Wege oder spielende Kinder geschaffen wird? Genau hier setzt unser Projekt an.
Mit realistischen Vorher-Nachher-Visualisierungen unterstützen wir unsere Mitglieder dabei, neue Ideen sichtbar zu machen und einen fundierten Dialog mit Zivilgesellschaft und Politik zu ermöglichen. Die Bilder zeigen Straßen, die nicht länger vom Verkehr dominiert werden, sondern Menschen in den Mittelpunkt rücken mit:
- Pflanzen und Beschattung für ein angenehmes Stadtklima und attraktive öffentliche Räume
- barrierefreien Wegen, sowie eine stärkeren Ausrichtung auf ÖPNV, Rad- und Fußverkehr.
So entstehen Orte der Begegnung, die sozial, ökologisch und funktional überzeugen. Wie das aussehen kann, zeigen Beispiele aus der Pilotphase:


Coesfeld
In der Kleinen Viehstraße bestehen verkehrliche Defizite, insbesondere zu schmale oder fehlende Geh- und Nebenanlagen. Zudem prägt der ruhende Verkehr aktuell das Straßenbild.
Die Umgestaltung soll mehr Aufenthaltsqualität schaffen und einen nahmobilitätsfreundlichen Raum entwickeln, in dem langsamere Verkehrsteilnehmende Vorrang haben und gegenseitige Rücksichtnahme gefördert wird.


Langerwehe
Die Hauptstraße bildet die zentrale Verkehrsachse, ist jedoch durch unmittelbar vor den Geschäften angeordnete Parkplätze und schmale Gehwege eingeschränkt.
Die Umgestaltung zielt auf eine attraktivere Gestaltung, die Schaffung von Begegnungsbereichen. Besonders Fuß- und Radverkehr sollen gestärkt und alternative Mobilitätsformen gefördert werden.


Köln
Die Petersbergstraße soll zu einer Fahrradstraße umgestaltet werden. Der bestehende Straßenraum ist aktuell durch unebenes Kopfsteinpflaster und eine unübersichtliche Parksituation geprägt.
Die Planzeichnungen des Bestands sowie der Umgestaltungsvariante zeigen, wie die Petersbergstraße zu einer attraktiven Fuß- und Radverbindung werden könnte.
Bewerbungsbedingen & FAQ
An wen richtet sich das Angebot?
Das Angebot richtet sich an alle Mitgliedskommunen des Zukunftsnetz Mobilität NRW.
Was konkret beinhaltet das Angebot?
- zwei 3D-Visualisierungen einer Strasse sowie
- zwei dazugehörige Planzeichnungen
Der Umfang kann auf Wunsch und auf Kosten der Kommune erweitert werden.
Welche Straßentypen können visualisiert werden?
Das Angebot gilt grundsätzlich für alle Typen von innerörtlichen Straßen wie z.B. Geschäftsstraßen, Wohnstraßen oder auch Schulstraßen.
Bitte beachten: Gestaltung umliegender Bereiche und Plätze gehören nicht dazu.
Teilnahmevoraussetzungen
Bewerben können sich alle Mitgliedskommunen des Zukunftsnetz Mobilität NRW, die
- eine dauerhafte Umgestaltung einer Straße beabsichtigen, oder
- für dieses oder nächstes Jahr ein Stadtexperiment planen, oder
- in den vergangenen Jahren ein Stadtexperiment durchgeführt haben, ohne dass bereits eine dauerhafte Umgestaltung beschlossen ist.
Weiterhin gilt:
- Die Umsetzung sollte noch nicht final beschlossen sein, aber es sollte mindestens eine klare Idee bzw. ein konkreter Anlass vorhanden sein.
- Das Angebot stellt keine Konkurrenz zu Standarddienstleistung für Straßenraumumgestaltungen dar. Ein konkreter Beschluss zur Umgestaltung der Straße darf von der Politik noch nicht gefasst worden sein. Die Kommune soll mit der Visualisierung auf den Weg der Umsetzung gebracht werden.
Anforderungen an die teilnehmende Kommune
- Die Kommune muss in der Bewerbung darstellen, wofür die Visualisierung eingesetzt wird. Es ist wichtig, dass die Projekte eine konkrete Umsetzungsperspektive hat oder diese durch das Projekt generiert werden kann.
- Die Kommune stellt eine Wunschperspektive zur Verfügung
- Die Kommune stellt CAD-Dateien der Planansicht zur Verfügung
- Vektorisierte Grundlagendatei (im DWG/DXF Format) des zu visualisierenden Straßenausschnitts mit anliegender Bebauung (Katastergrundlage, o.ä.) spätestens zum Projektstart
- Die Kommune listet alle relevanten bereits existierenden oder beschlossenen verkehrsplanerische und städtebauliche Konzepte auf und stellt diese zur Verfügung (Mobilitätskonzepte, ISEK etc.)
- Die Kommune beschreiben den aktuellen Planungsstand der zu visualisierenden Straße wie z. B.: In welcher Projektphase befindet sich das Vorhaben aktuell? Welche Schritte (z.B. Vorplanungen, Beteiligungsformate etc.) sind bereits abgeschlossen und welche nächsten Schritte sind bereits konkret geplant?
Wichtig: Die Visualisierung ersetzt keine Fachplanung und wird nicht auf rechtliche oder finanzielle Umsetzbarkeit geprüft!
Welche Anforderungen müssen die eingereichten Fotos erfülllen?
- Standpunkt: möglichst zentraler Blick auf Augenhöhe in den Straßenraum
- Seitenräume: Zur Einschätzung der Gesamtsituation sind vom geplanten Visualisierungsstandort möglichst zusätzlich die angrenzenden Seitenräume zu fotografieren
- Blickfeld: Verdeckte Hausfassaden (u. a. durch geparkte Autos, insbesondere hohe Transporter, etc.) sind nach Möglichkeit zu vermeiden
- Wetter: Verschattungen, übermäßiger Sonneneinfall oder Regenwetter sind zu vermeiden
- Bei Versand von Fotografien der Bestandssituation werden die Bildrechte für das in der Visualisierung ausgewählte Bestandsfoto zur weiteren Bearbeitung und Nutzung des Bildmaterials zeitlich und räumlich unbegrenzt an das Zukunftsnetz Mobilität NRW sowie die in dem Zusammenhang beauftragten Dienstleister übertragen. Ist eine Nennung des/der Fotograf*in gewollt, ist dies dem Zukunftsnetz Mobilität NRW gesondert mitzuteilen
Wie läuft das Projekt ab?
- In einem digitalen Auftaktgespräch werden die wesentlichen Zielsetzungen der Kommune geklärt, Erwartungen und Anwendungszwecke erfasst und geeignete Standorte sowie Perspektiven festgelegt.
- Anschließend erarbeiten die vom Zukunftsnetz Mobilität NRW beauftragten Büros Vorskizzen, welche im Rahmen einer Überarbeitungsschleife zwischen Kommune, Büro und Zukunfstnetz weiter ausgearbeitet werden.
- Nach dieser konzeptionellen Phase erfolgt die Ausarbeitung der finalen Visualisierungen und Planzeichnungen. Diese werden in Form einer Projektbroschüre mit einer Beschreibung der Bestandssituation als Gegenüberstellung des Bestands und der Visualisierung zusammengefasst. Sämtliche Ergebnisse werden zusätzlich als hochaufgelöste Einzeldateien bereitgestellt.
Hinweis: Je nach Anzahl der Bewerbungen muss in Abstimmung mit den Kommunen eine zeitliche Staffelung der Projekte vorgenommen werden. Ab Auftaktgespräch ist mit einer durchschnittlichen Projektdauer von vier Wochen zu rechnen, soweit alle notwendigen Daten (insbesondere vektorisierte Grundlagendatei im DWG/DXF Format) vorliegen.
Inwiefern werden vorhandene Ideen und Planungen berücksichtigt?
- Im Auftaktgespräch bringt die Kommune ihre Wünsche und Vorstellungen für die Visualisierungen ein und wird vom Planungsbüro zu möglichen weiteren Umgestaltungspotenzialen beraten. Eine Umsetzungspflicht der Visualisierung besteht nicht, aber eine Umsetzung sollte angestrebt werden.
- Die Visualisierungen entsprechen bezüglich der Bemessungen der Verkehrsflächen dem Stand der Technik, sie stellen jedoch keine verbindliche Fachplanung dar. Eine Prüfung der rechtlichen, technischen oder finanziellen Umsetzbarkeit erfolgt nicht.
Wie geht es nach der Visualisierung weiter?
- Die Visualisierungen können von der Kommune genutzt werden. Sie dienen der Diskussion mit Bürgerinnen und Bürgern, dem Gemeinderat oder anderen Gremien.
- Die Bilder werden auf der Internetseite des Zukunftsnetz Mobilität NRW veröffentlicht.
Bewerbung ist gestartet
Bewerbungen können bis einschließlich 30. April 2026 über das Formular eingereicht werden.
Für den Uplod der einzureichenden Unterlagen nutzen wir ⮩ hidrive - hier könnt ihr JPG, PNG oder PDFs hochladen und uns den Downloadlink zusammen mit euren Daten über das Formular zusenden. Hidrive ist ein kostenloses Tool zum Versenden großer Datei(-pakete) bis zu 2 GB für das ihr euch nicht registrieren müßt.
Einzureichende Unterlagen:
- das Ausgefüllte Unterschriftenformular
- Fotos des Straßenraums
- optional soweit vorhanden: Vektordaten (DWG/DXF/ o.ä.)
Kontakt
Sven Brückner
Beratung im Rheinland
(0221) 20808 743
sven.brueckner@gorheinland.comMarius Reißner
Beratung im Rheinland
(0221) 20808 747
marius.reissner@gorheinland.comUlrich Hornig
Beratung in Rhein-Ruhr
(0209) 1584 171
hornig@vrr.deThomas Nienhaus
Beratung in Westfalen-Lippe
(0160) 6185772
t.nienhaus@nwl-info.deFlorian Bunse
Beratung in Westfalen-Lippe
(0151) 5148 2807
f.bunse@nwl-info.de