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Mit starken Netzwerken die Mobilitätswende gestalten

4. Hauptverwaltungs-Beamtenkonferenz 2026

Mit rund 180 Hauptverwaltungsbeamtinnen und Hauptverwaltungsbeamten aus ganz Nordrhein-Westfalen setzte die Hauptverwaltungsbeamtenkonferenz (HVBK) 2026 am 2. Juli in Düsseldorf ein starkes Signal für die kommunale Mobilitätswende. Unter dem Titel „Zwischen Anspruch und Alltag: Mobilität in Kommunen zukunftsfähig gestalten“ diskutierten die Teilnehmenden über Herausforderungen, Chancen und konkrete Wege hin zu einer nachhaltigen Mobilitätsentwicklung vor Ort.

Erstmals wurde die Konferenz gemeinsam vom Zukunftsnetz Mobilität NRW und der AGFS NRW ausgerichtet. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Kommunen ihre Handlungsspielräume trotz komplexer Rahmenbedingungen nutzen können, um Mobilität nachhaltig, sicher und alltagstauglich zu gestalten.

Deutlich wurde dabei: Mobilität ist weit mehr als Verkehr. Sie beeinflusst die Lebensqualität, die wirtschaftliche Entwicklung, die Verkehrssicherheit und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Eine erfolgreiche Mobilitätswende braucht daher integrierte Lösungen, starke Partnerschaften und den Austausch zwischen den kommunalen Akteurinnen und Akteuren.

ab 12:30

Ankommen bei Flying Buffet in der Ausstellung

13:00

Begrüßungsrunde: Gemeinsam Fahrt aufnehmen

(ZNM | Smilla Dankert)

Zur Eröffnung der Konferenz betonte Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Oliver Krischer die zentrale Rolle der Kommunen bei der Mobilitätswende. Gleichzeitig hob er die Bedeutung starker Netzwerke hervor, die Städte, Gemeinden und Kreise bei der Entwicklung und Umsetzung nachhaltiger Mobilitätslösungen unterstützen.

Gemeinsam mit Frank Meyer, Oberbürgermeister der Stadt Krefeld, und Oliver Wittke, Vorstandssprecher des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR), begrüßte er die Teilnehmenden zur diesjährigen HVBK.

13:15

Mensch mobil - vom Premiumfußweg zur Regiotram

Wie die Mobilitätswende vor Ort gestaltet werden kann, zeigte Frauke Burgdorff, Beigeordnete für Stadtentwicklung, Bau und Mobilität der Stadt Aachen, in ihrem Impulsvortrag.

(ZNM | Smilla Dankert)

Anhand konkreter Beispiele aus Aachen stellte sie erfolgreiche Ansätze für eine zukunftsfähige Mobilitätsentwicklung vor. Dazu zählen:

  • ein digitales Baustellenmanagement,
  • der Ausbau von Premiumfußwegen,
  • der Ausbau von Rad-Vorrang-Routen,
  • moderne Beteiligungsformate sowie
  • innovative Mobilitäts- und Informationssysteme. 

Ihr Fazit: Zukunftsfähige Mobilität entsteht nicht allein durch neue Infrastruktur. Entscheidend sind die Zusammenarbeit von Kommunen, Regionen und Mobilitätsdienstleistern sowie ein kontinuierlicher Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern. Kooperation, gemeinsame Planung, starke Netzwerke und verlässliche Finanzierung bilden die Grundlage für nachhaltige Mobilitätsangebote.

Die Mobilitätswende sei eine Gemeinschaftsaufgabe, die leistungsfähige Infrastrukturen, vertrauensvolle Partnerschaften und den Mut zur Veränderung erfordere.

13:30

Podiumsdiskussion: Kommunale Mobilität - Wind of Change oder nur Brise?

Im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion standen die Chancen und Herausforderungen der Mobilitätswende auf kommunaler Ebene. Diskutiert wurde, wie Kommunen trotz knapper Ressourcen handlungsfähig bleiben können und welche Bedeutung politische Führung, Kooperation und regionale Netzwerke für eine erfolgreiche Mobilitätsentwicklung haben.

Deutlich wurde: Die Mobilitätswende kann nur gelingen, wenn Kommunen, Regionen und weitere Akteure gemeinsam handeln und langfristig tragfähige Lösungen entwickeln.

15:15

Transformation gestalten - Praxis-Erfahrungen eines nachhaltigen Unternehmens

Wie nachhaltige Transformation in der Praxis gelingen kann, zeigte Dr. Antje von Dewitz, CEO des Outdoor-Ausrüsters VAUDE. In ihrem Vortrag machte sie deutlich, dass Veränderung mit einer klaren Haltung beginnt und durch konsequentes Handeln erfolgreich wird. Ausgangspunkt sei die Verantwortung gegenüber künftigen Generationen und das Bewusstsein, dass ökologische Grenzen bereits heute überschritten werden.

(ZNM | Smilla Dankert)

VAUDE setzt dabei auf zahlreiche Maßnahmen entlang der gesamten Unternehmensstruktur.

Dazu gehören nachhaltige Beschaffung, ressourcenschonende Produktionsprozesse sowie ein umfassendes Mobilitätskonzept, das die Nutzung von Bus und Bahn fördert und den Fuhrpark schrittweise auf Elektromobilität umstellt.

Eine zentrale Erkenntnis ihres Vortrags: Nachhaltige Transformation gelingt nur gemeinsam. Vertrauen, Dialog, die Bereitschaft, unterschiedliche Perspektiven auszuhalten, sowie die Zusammenarbeit mit Partnern und Lieferanten sind wesentliche Voraussetzungen für langfristige Veränderungen.

Ihre Botschaft: Eine klare Haltung schafft Orientierung, Glaubwürdigkeit und Innovationskraft. Wer konsequent handelt, gewinnt Vertrauen und legt die Grundlage für nachhaltigen Erfolg.

15:45

Mobilität neu denken: mit uns gemeinsam durchstarten

Wie Kommunen bei der Mobilitätswende durch starke Netzwerke unterstützt werden können, zeigten die Beiträge von Christoph Overs, Leiter der Geschäftsstelle des Zukunftsnetz Mobilität NRW, und Benjamin Wührl von der AGFS NRW. Im Fokus standen praxisnahe Ansätze für eine vernetzte und zukunftsfähige Mobilität. Dazu gehören die Förderung des Fuß- und Radverkehrs, die intelligente Verknüpfung verschiedener Verkehrsmittel, Betriebliches Mobilitätsmanagement sowie eine zielgerichtete Kommunikation.

Die Referenten verdeutlichten, dass erfolgreiche Mobilitätskonzepte nur durch Zusammenarbeit entstehen. Kommunen, Unternehmen und weitere Akteure müssen gemeinsam Lösungen entwickeln, die den Bedürfnissen der Menschen im Alltag gerecht werden. Unterstützt werden sie dabei durch die Beratungs-, Qualifizierungs- und Vernetzungsangebote des Zukunftsnetz Mobilität NRW und der AGFS NRW sowie durch Förderprogramme von Land und Bund.

(ZNM | Smilla Dankert)

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Rolle der Kommunikation. Veränderungen brauchen Verständnis, Akzeptanz und Beteiligung. Wer Menschen frühzeitig einbindet, ihre Perspektiven ernst nimmt und die Vorteile neuer Mobilitätsangebote nachvollziehbar vermittelt, schafft die Grundlage für einen erfolgreichen Wandel.

Die zentrale Botschaft lautete: Die Mobilitätswende braucht Kommunikation und gelingt nur gemeinsam. Vernetzung, Kooperation und Dialog sind entscheidende Erfolgsfaktoren auf dem Weg zu einer nachhaltigen Mobilität.

16:15

Schlussworte

Zum Abschluss der Veranstaltung richteten Christiane Auffermann, Geschäftsführerin des Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), und Dr. Christian Schulze Pellengahr, Landrat des Kreises Coesfeld, ihre Schlussworte an die Teilnehmenden.

Die große Resonanz auf die Konferenz zeigte erneut den hohen Bedarf an Austausch, Vernetzung und gegenseitiger Unterstützung.

(ZNM | Smilla Dankert)

Die HVBK hat einmal mehr verdeutlicht: Die Mobilitätswende wird in den Städten, Gemeinden und Kreisen gestaltet. Sie braucht Führung, Zusammenarbeit über kommunale Grenzen hinaus und den Mut, neue Wege zu gehen.

Im Zukunftsnetz Mobilität NRW und in der AGFS NRW werden die Mitgliedskommunen auf diesem Weg auch künftig mit umfassender Unterstützung starker Partner begleitet.

 

Vielen Dank an alle Teilnehmenden, Mitwirkenden und Partner für eine inspirierende Konferenz und den offenen Austausch. Wir freuen uns darauf, die gemeinsam gewonnenen Impulse in die kommunale Praxis zu tragen.