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03.04.2025 | Aktuelles

Straßenbahntraining für Senior*innen

Ein großer Schritt, ein schneller Sprint, ein kurzes Schieben im Getümmel – Normalität für Viele im Zusammenhang mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Doch Handlungen wie diese können Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen vor Herausforderungen stellen. Gerade ältere Menschen sind schnell verunsichert, wenn Abläufe unklar sind oder schnelle Entscheidungen getroffen werden müssen. Das kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass sie die Fahrt mit Bus und Bahn gänzlich meiden.

Um diesen Unsicherheiten entgegenzuwirken hat die Stadt Brühl ihren Bürger*innen ein Straßenbahntraining angeboten. Gemeinsam mit einem Trainer der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) und einer eigens für das Training zur Verfügung gestellten Straßenbahn ging es dafür zu einem Ersatzbahnsteig nach Köln Rath/Heumar.

(ZNM NRW)

Im geschützten Raum lernten die Teilnehmenden den Umgang mit den Lichtschranken der automatischen Türen, das Verhalten in überfüllten Bahnen und das richtige Ansprechen von Mitreisenden. Auch die Notfallsprechanlage, die eine Verbindung zum Fahrpersonal herstellt, durften die Senior*innen testen.

Der Höhepunkt des Trainings war eine simulierte Vollbremsung bei 50 km/h, die den Teilnehmenden eindrucksvoll demonstrierte, welche Kräfte in einer solchen Situation auf den eigenen Körper einwirken.

Straßenbahn- oder auch Bustrainings sind eine niederschwellige Möglichkeit, um Ängste und Unsicherheiten abzubauen. Gerade wenn Hilfsmittel, wie Rollatoren, Gehstöcke oder Rollstühle genutzt werden, ist es hilfreich, den Umgang mit ihnen zu üben. Viele Verkehrsunternehmen bieten solche Trainings an, häufig sogar kostenfrei. Die Kommune kommt lediglich für die Öffentlichkeitsarbeit sowie eine mögliche Bewirtung der Teilnehmenden auf.

Sie möchten in Ihrer Kommune ebenfalls ein Straßenbahn- oder Bustraining anbieten? Sprechen Sie uns einfach an!


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