14.11.2022 | Good Practice
#GoodPractice: Sharingstationen in Düsseldorf
Mit der Popularität des E-Tretroller-Sharings haben auch die Probleme zugenommen. Dass die Roller überall abgestellt werden können - also auch mitten auf dem Gehweg, der Straße, dem Radweg - hat zu hitzigen Diskussionen um das Angebot geführt. Nun hat die Stadt Düsseldorf für sich eine Strategie zum Umgang mit E-Tretrollern erarbeitet. Vorgesehen ist unter anderem das Festsetzen einer Flottenobergrenze, das schrittweise Einführen eines stationsbasierten Abstellkonzeptes und das Aufteilen des Stadtgebietes in Zonen, in denen Fahrzeuge auch weiter nach dem free-floating-Prinzip angeboten werden können.

(ZNM | Smilla Dankert)
Kreuz und quer abgestellte E-Tretroller soll es in der Düsseldorfer Innenstadt künftig nicht mehr geben.
Sondernutzungserlaubnis
Düsseldorf regelt die Bereitstellung von gewerblichen Verleihsystemen (E-Tretroller, E-Roller und Leihfahrräder) über die sogenannte Sondernutzung. Die Sondernutzungserlaubnis gestattet es, den öffentlichen Straßenraum in Düsseldorf im Sinne der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung gegen eine Sondernutzungsgebühr in Anspruch zu nehmen. Dabei gibt es einige Auflagen, etwa das Festsetzen bestimmter Verbotszonen, in denen die Sharing-Fahrzeuge in Düsseldorf nicht abgestellt werden dürfen.
Zu den Parkverbotszonen gehören beispielsweise Park-, Grün-, und Naturanlagen sowie Brücken, Fußgängerzonen, Spielplätze und Friedhöfe. Außerdem müssen unter anderem Radwege, Einfahrten und Warteflächen des ÖPNV freigehalten werden. Beim Abstellen der Fahrzeuge sind zudem gewisse Abstandflächen und Restgehwegbreiten einzuhalten. Falsch geparkte Fahrzeuge können über den Scooter-Melder gemeldet werden.
Hintergrund
Der "Mobilitätsplan D" der Stadt Düsseldorf ist ein strategischer Plan, der dem verkehrspolitischen Handeln eine Orientierung gibt. Die Stadt Düsseldorf sieht insbesondere stationsgebundene Mobilitätsangebote vor, die sich systematisch über das gesamte Stadtgebiet erstrecken. Gemeinsam mit der Stadttochter Connected Mobility Düsseldorf GmbH (CMD) hat sich Düsseldorf dem Thema des Stationsprinzips nun angenommen, um die Verkehrssicherheit, die Ordnung sowie die Verfügbarkeit der modernen Zweiräder für alle Bürger*innen zu verbessern.
Im Rahmen des Förderprojekts "Emissionsfreie Innenstadt Düsseldorf" entstehen bis 2023 acht MobilitätStationen als Orte der geteilten Mobilität, die durch die kleineren SharingStationen für Elektrokleinstfahrzeuge, Fahrräder (bzw. Pedelecs) und E-Motorroller ergänzt werden. Mit den MobilitätStationen im Stadtgebiet soll künftig der Umstieg zwischen umweltfreundlichen Verkehrsmitteln wie Bus, Bahn oder Leihroller an zentralen Haltestellen erleichtert werden. Das Förderprojekt wird durch die Landeshauptstadt Düsseldorf in Zusammenarbeit mit der CMD, der Rheinbahn AG und der ABC-Logistik GmbH umgesetzt. Die Stadt bekommt für das Modellprojekt 8,5 Millionen Euro vom Land NRW.
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