Verkehrsbedingte Emissionen abschätzen
CO2- und Kosteneffizienzrechner
Dass der Verkehrssektor bisher nicht ausreichend zum Erreichen der Klimaschutzziele beiträgt, ist allseits bekannt. Doch wie können Kommunen die möglichen CO2-Emissionsreduktionen von geplanten Maßnahmen der Mobilitätsplanung prognostizieren? Ein einheitliches Vorgehen ist bisher nicht etabliert. Aus Erfahrung wissen wir, wie schwierig das Thema CO2-Emissionen für viele Kommunen ist. Die Berechnung von Emissionsprognosen oder finanzielle Auswirkungen einzelner Maßnahmen im Mobilitätsbereich ist selten möglich. Zu viele Rahmenbedingungen spielen eine Rolle, zu wenig detaillierte Berechnungsgrundlagen liegen vor.
Zu diesem Zweck bieten wir NRW-Kommunen ab März 2024 mit CoKo (kurz für CO2- und Kosteneffizienzrechner) eine niederschwellige Möglichkeit auch ohne aufwendige Datenrecherchen oder Verkehrsmodellierungen die verkehrsbedingten CO2-Emissionen abzuschätzen, diese bis in das Jahr 2035 zu simulieren und mit wirksamen Maßnahmen zu beeinflussen. Die hinterlegten Kostenbausteine ermöglichen zudem eine Einschätzung der Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen. Das Angebot wurde in Zusammenarbeit mit der go.Rheinland GmbH entwickelt.
Entscheidungshilfe und Datenlieferant
CoKo hilft, Kosteneffizienz und CO2-Einsparungen von Maßnahmen im Mobilitätsbereich über einen wählbaren Zeitraum abzuschätzen. So können Planungsteams sich für die kosteneffizienteste und klimafreundlichste Variante einer Maßnahme entscheiden. Für erste Ergebnisse kann eine vorgefertige Auswahl an Berechnungsgrundlagen, Maßnahmen und benötigten Faktoren genutzt werden. Für detaillierte Analysen lassen sich alle Faktoren auch individuell anpassen.
Alle Maßnahmen werden in ausführlichen Steckbriefen beschrieben, die in Form von Grafiken und Tabellen heruntergeladen werden können. Mobilitäts- und Klimaschutzmanagerinnen können so die Auswirkungen des kommunalen Mobilitätsmanagements konkret berechnen und klar kommunizieren:
- welche Maßnahmen haben das höchste CO2-Einsparpotenzial?
- wie bewerte ich geplante und bereits durchgeführter Mobilitätsmaßnahmen hinsichtlich möglicher Kostenwirkungen und CO2-Emissionsreduktion?
- wie verändern sich die CO2-Emissionen im Personenverkehr auf kommunaler Ebene, wenn sich der Modal Split ändert?
- wie kann ich über einen definierten Zeitraum Kosteneffizienz und CO2-Einsparung von Maßnahmen im Mobilitätsbereich abschätzen und eine Entscheidung für die kosteneffizienteste und klimafreundlichste Variante treffen?
Die Nutzung der berechneten Ergebnisse kann eine Entscheidungsgrundlage für Politik und Verwaltung bilden.
Ambitionierte Klimaschutzziele
Zentrales Ziel der Klimapolitik der Bundesregierung ist die Reduktion von Treibhausgasemissionen. Das Land Nordrhein-Westfalen hat sich ambitionierte Klimaziele gesetzt: Durch geplante Maßnahmen für steigende Energieeffizienz und Energieeinsparung und für den Ausbau der erneuerbaren Energien sollen die Treibhausgasemissionen in NRW bis zum Jahr 2030 um mindestens 65 Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 reduziert werden.
Bis 2045 soll NRW treibhausgasneutral wirtschaften.
Das Erstellen von CO2-Bilanzen hilft nachzuvollziehen, wie sich die Treibhausgasemissionen einer Kommune oder einer Region in den verschiedenen Sektoren entwickelt haben und ob Emissionen reduziert wurden. Auf dieser Basis können mögliche Maßnahmen entwickelt werden, die sich an den Klimazielen der Bundesregierung oder auch der Kommune orientieren und weitere Einsparungen ermöglichen.
Kontakt
Marius Reißner
Beratung im Rheinland
(0221) 20808 747
marius.reissner@gorheinland.comJohannes Hofmeister
Beratung in Rhein-Ruhr
(0209) 1584 369
Johannes.Hofmeister@vrr.deDr. Tobias Bödger
Beratung in Westfalen-Lippe
(0251) 4888 1722
t.boedger@nwl-info.deNews
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