Gemeinsam mit der ILS Research Dortmund diskutieren wir zentrale Erkenntnisse des Forschungsprojektes NaMoLi III – Nachhaltige Mobilität in Lincoln III, das sich am Beispiel der Lincoln-Siedlung in Darmstadt mit der Verstetigung und dem Transfer von innovativen Mobilitätskonzepten in Neubausiedlungen beschäftigt. Das vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderte Projekt wird in Kooperation von der Wissenschaftsstadt Darmstadt, HEAG mobilo, der Goethe-Universität Frankfurt am Main sowie der ILS Research durchgeführt.
Die Lincoln-Siedlung ist ein autoreduziertes Wohnquartier mit einem Mobilitätskonzept, welches Mobilitätsangebote und Regelungen vorsieht, die es den Bewohner*innen bestenfalls ermöglichen, ohne eigenes Auto zu leben.
Zentrale Maßnahmen sind einerseits die Reduktion und Bepreisung der Pkw-Stellplätze sowie deren Entkopplung vom Wohnen. Andererseits wird die Nutzung der Verkehrsmittel des Umweltverbunds durch eine attraktive Fuß- und Radverkehrsinfrastruktur sowie Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und verschiedene Sharing-Angebote unterstützt. Bisherige Untersuchungen zeigen, dass der Pkw-Besitz und die Pkw-Nutzung nach dem Umzug in die Siedlung sinken, während die Nutzung der Verkehrsmittel des Umweltverbunds zunimmt - ganz im Sinne der im Konzept definierten Ziele.
In der dritten Phase der Begleitforschung ging es vor allem um den Transfer der gewonnenen Erkenntnisse und um Fragen der Übertragbarkeit auf andere räumliche Kontexte.
Worum geht 's in der Veranstaltung am 26. März 2026?
Dies ist der erste von drei Transferveranstaltungen. Beim ersten Termin betrachten wir unter der Überschrift „Integrierte Mobilitätskonzepte für Neubauquartiere und Einzelvorhaben - Rechtliche Regelungsmöglichkeiten“ folgende Aspekte:
- Rechtliche Instrumente zur Verankerung und Sicherung von Mobilitätskonzepten für Neubauquartiere und Einzelvorhaben. Der Fokus liegt hier auf der Vorstellung eines Rechtsgutachtens zur Frage der Übertragbarkeit der in Lincoln eingesetzten Rechtsinstrumente auf andere Vorhaben.
- Die Musterstellplatzsatzung NRW im Spiegel der kommunalen Praxis: Potenziale und Grenzen u. a. mit Blick auf vorhabenbezogene Mobilitätskonzepte.
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Programm auf der rechten Seite.
Für Wen?
Der Veranstaltung richtet sich an alle, die an der Entwicklung autoreduzierter Quartiere Interesse haben und insbesondere an Personen mit Vorwissen zu bzw. praktischen Erfahrungen mit rechtlicher Verankerung von Mobilitätskonzepten (z.B. Bauordnung, Bauleitplanung).
Wann und wie?
Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 26. März 2026 von 13:30 - 16:30 Uhr im Haus der Technik in Essen statt (direkt am HBF Essen gelegen). Bitte melden Sie sich bis zum 13. März 2026 an. Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt.
