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09.01.2026 | Aktuelles

Im Rheinischen Revier fahren Busse bald autonom

Das Jahr 2025 endete im Rhein-Erft-Kreis mit einem Auftakt: Im November fiel der Startschuss zum neuen Projekt „Autonomer ÖPNV im Rheinischen Revier“. Die Rhein-Erft-Verkehrsgesellschaft mbH (REVG) setzt damit einen wichtigen Impuls für die Weiterentwicklung des öffentlichen Nahverkehrs in der Region und treibt die Mobilitätswende aktiv voran. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt das Vorhaben finanziell.

Worum geht's?

Ziel des Projektes ist es, den bestehenden Buslinienverkehr in den nächsten Jahren um elektrisch betriebene, autonom fahrende Kleinbusse zu ergänzen. In einer ersten Phase baut das Projektteam bis Mitte 2026 zunächst die Projektstruktur auf und bereitet anschließend den Realbetrieb vor. Ein erstes Treffen der Projektbeteiligten gab es bereits.

In der darauffolgenden Testphase kommen erste Fahrzeuge mit autonomer Fahrfunktion zum Einsatz. Auch das vorgesehene Bediengebiet wird hier definiert und vermessen. Anschließend folgt der Realbetrieb auf zuvor festgelegten Streckenverläufen.

Autonomer ÖPNV in anderen Regionen

Vor allem der schienengebundene öffentliche Nahverkehr bietet weltweit bereits zahlreiche Beispiele für einen fahrerlosen Betrieb. Da Bahnen hier separat vom restlichen Verkehr fahren, im sogenannten geschlossenen System, gibt es nur wenige Einflüsse von außen, auf die automatisierte Fahrsysteme reagieren müssen. Straßengebundene Fahrzeuge hingegen teilen sich die Fahrwege mit unterschiedlichen Verkehrsteilnehmenden, weshalb die technischen Ansprüche hier sehr viel höher sind. Aus diesem Grund hat die Bundesregierung 2021 einen umfassenden Rechtsrahmen für autonomes Fahren im Straßenverkehr geschaffen. Ein Jahr später erschien die dazugehörige "Autonome-Fahrzeuge-Genehmigungs-und-Betriebs-Verordnung" (kurz: AFGBV). Inzwischen fahren in verschiedenen deutschen Städten autonome Kleinbusse – wie etwa der Altstadtstromer in Monheim am Rhein, der die Altstadt mit dem zentralen Busbahnhof verbindet.

Das Projekt „Autonomer ÖPNV im Rheinischen Revier“ leistet einen wichtigen Beitrag zum Strukturwandel in der Region. Autonome Fahrzeugsysteme helfen dabei, klimafreundliche und zukunftsfähige Mobilitätsangebote sicherzustellen, auch in Flächenkommunen oder dünn besiedelten Gebieten. Gleichzeitig reagiert die REVG damit auf den zunehmenden Fachkräftemangel, da ein erheblicher Teil des Fahrpersonals in naher Zukunft altersbedingt ausscheiden wird. Langfristig sollen autonome Systeme dazu beitragen, den ÖPNV leistungsfähig, zuverlässig und finanzierbar weiterzuentwickeln.


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