03.06.2026 | Aktuelles
Mobilitätsdaten für NRW: MDD NRW erweitert Angebot und setzt Fokus auf smarte P&R‑Integration
Die Multimodale Datendrehscheibe (MDD) NRW ist ein zentrales Hintergrundsystem für verkehrsträgerübergreifende Mobilitätsdaten in Nordrhein-Westfalen. Der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) hat die MDD NRW bis Ende 2024 im Rahmen einer Förderung aufgebaut. Seitdem betreiben und finanzieren die Partner des ÖV-Datenverbunds – ein freiwilliger Zusammenschluss der Verkehrsverbünde und Aufgabenträger in NRW (VRR, NWL, AVV und VRS) – das Projekt gemeinschaftlich.
Ziel der MDD NRW ist es, verschiedenen Nutzergruppen eine verlässliche Datenbasis bereitzustellen. Dazu zählen Kommunen, Verkehrsverbünde, Verkehrsunternehmen und Landesgesellschaften. Sie erhalten Daten für Auskunfts- und Informationsangebote sowie für die Mobilitätsplanung.
Die MDD NRW bündelt Mobilitätsdaten aus unterschiedlichen Bereichen – etwa von Sharing-Angeboten oder aus der Infrastruktur. Sie bereitet diese Daten auf, standardisiert sie und stellt sie über eine zentrale Schnittstelle bereit. Nutzer können die Daten so einfach und räumlich übertragbar abrufen. Der Service ist sowohl für Datennutzer als auch für Datenlieferanten kostenfrei. Einen Überblick über die verfügbaren Datenangebote finden Sie auf der Webseite.
Landesweit vereint die MDD NRW umfangreiche Daten aus dem SPNV/ÖPNV, aus der Sharing-Mobilität sowie aus Infrastrukturdaten. Go.Rheinland prüft und validiert diese Daten, bevor es sie zentral über standardisierte Schnittstellen zur Verfügung stellt. Das System richtet sich an Verkehrsverbünde, Verkehrsunternehmen, Kommunen und Landesgesellschaften wie das NRW.Mobidrom. Sie nutzen die Daten beispielsweise für Fahrgastinformationssysteme, für planerische Aufgaben oder zur Erfüllung gesetzlicher Datenbereitstellungspflichten.
Weiterentwicklung: Hintergrundsystem für smarte P&R-Anlagen
Die MDD NRW wird kontinuierlich weiterentwickelt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Integration kommunaler Park-and-Ride-Anlagen. Künftig sollen diese mit stellplatzgenauen Angaben zu Parkflächen und mit Echtzeit-Belegungsdaten eingebunden werden.
Damit lassen sich P&R-Anlagen direkt und detailliert in Fahrgastinformationssysteme integrieren und auch besser für Planungszwecke nutzen. Go.Rheinland unterstützt Kommunen dabei mit Förderprogrammen, etwa im Rahmen der „Smarten Pendlerparkplätze“. Zusätzlich stellt ein Rahmenvertrag Lösungen für digitale Infrastruktur bereit, zum Beispiel für Stellplatzdetektion und digitale Anzeige-Systeme.
Weitere Informationen
Fragen? Wir helfen gerne weiter:
mdd-nrw@gorheinland.com
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